Das „brigasca“ Schaf macht sich auf den Weg nach Europa

Hier die Geschichte von Giampiero (auch GdZ), begeisterter Fahrradreisende und seiner Maskotte, das Schäfchen Brig, das bisher noch nie ihre Berge verlassen hatte…

Beide sind im winzigen Dorf Realdo, wie ein Adlernest auf einem Felsen im oberen Argentinatal, zuhause.

Hier wurde die Weidewirtschaft traditionell getrieben, in einem Gebirgsgebiet mit dem Gipfel des Saccarellobergs bei 2200 m Seehöhe als höchstem Punkt, dessen Landschaft aber auch vom Meer geprägt ist.

Ein Teil Liguriens mit eigenen „brigasca“ Kultur und Sprache.

Giampiero und Brig werden gemeinsam von Realdo durch Europa verreisen, um die Geschichte ihres Zuhauses zu erzählen. Die Herausforderung besteht darin, aus den eigenen vier Wänden offen in die Welt herauszutreten.

Brig hat tatsächlich keine Reiseerfahrung, bis auf den jährlichen Schaftrieb 😉 Es ist ein Schaf der „brigasca“-Sorte, eine autochthone Schafsorte dieses Gebiets, das in der Vergangenheit wichtiges Zentrum der Weidewirtschaft zwischen Ligurien, Piemont und Provenz war.

Die ehemalige Briga Marittima, heutzutage die französische Gemeinde La Brigue, war mit anderen sieben Orten, sogenannten “masàgi”, wegen der Transhumanz verbunden. An diesen Orten, die nach dem Zweiten Weltkrieg zwischen Frankreich und Italien verteilt wurden, wird immer noch die „brigasca“ Sprache gesprochen. Diese Orte der sogenannten Tèra Brigašca sind Briga (La Brigue), Morignolo (Morignole), Realdo, Verdeggia, Piaggia, Upega, Carnino und Viozene. In den 80er-Jahren wurde diese sprachliche Minderheit anerkannt.

Giampiero und Brig werden von Realdo verreisen, um die wertvolle Geschichte ihrer Berge, seit Jahrhunderten Kreuzweg für Menschen und Tieren in ständiger Bewegung, weiterzugeben.

By | 2018-09-29T19:56:59+00:00 September 28th, 2018|cultura, progetti, sviluppo|0 Comments

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